Geschichte des Honigs

Geschichte des Honigs

Geschichte des Honigs

Geschichte des Honigs

In einem in der Ostsee gefundenen Bernstein - sein Alter wird auf 40 bis 50 Millionen Jahre geschätzt - entdeckte man Bienen, die sich kaum von unserer heutigen Honigbiene unterscheiden. Es wird vermutet, dass die Bienen den Planeten Erde seit 50 bis 60 Millionen Jahren bevölkern.

Seit es die Geschichtsschreibung gibt, werden der Honig und die Bienen erwähnt. Während vieler Jahrhunderte war der Honig das einzige Süßmittel. Auf alten Felszeichnungen finden wir Hinweise auf Menschen, die Honig aus Wildbienenstöcken sammeln. Die älteste dieser Darstellungen stammt aus der Zeit von etwa 7000 v. Chr. aus Ostspanien.

Schon im alten Ägypten, in Babylonien, in Indien und in China wurde Honig als göttlicher Nektar verehrt. Entsprechend früh stand bei diesen Völkern die Bienenhaltung in hoher Blüte. In Ägypten wurden die Bienen schon etwa 3.200 v. Chr., als Symbol der Pharaonen verehrt.

Die verschiedenen Völker schrieben den Bienen schon immer besondere Kräfte zu. Viele Herrscher, darunter auch Napoleon, erklärten die Biene gar zu ihrem Wappentier. Napoleons prächtige Kleider und sein Banner sind mit Bienen geschmückt.

Auf mesopotamischen Tontafeln finden wir bereits erste schriftliche Aufzeichnungen über die Heilwirkungen den Honigs. In all diesen Kulturen wurde der Honig stets mit Mythen und Legenden in Verbindung gebracht. Honig wurde damals für rituelle und magische Zwecke den Göttern als Geschenk und Opfergabe dargeboten.

Die Mayas, bei denen der Honig ebenfalls heilig war, brachten den Göttern nach der Honigernte zum Dank Mais Honig als Opfer dar.

Die Griechen legten den Verstorbenen Honig als Symbol für ewiges Leben ins Grab. Außerdem schätzten sie den Honig als Schönheitsmittel. Die Bienenhaltung galt im antiken Griechenland auch als edler und lohnender Zeitvertreib.

Bei den Römern war der Honig eine magische Substanz, welche den Menschen Poesie und Beredsamkeit schenkte. Sie liebten den süßen Honig über alles und setzten ihn entsprechend häufig in der Küche ein. Zur Zeit der Römer war die Bienenhaltung im ganzen Reich weit verbreitet.

Der Honig war in Europa lange Zeit ein heiliges Lebensmittel. Er wurde unter anderem der Göttin der Fruchtbarkeit, Demeter, geweiht.

Bei den Juden waren Milch und Honig Symbol für das verheißene Land und für allgemeines Wohlergehen. In Israel wurde früher einem Neugeborenen Honigbutter um den Mund gestrichen. Und in Indien ist es noch heute üblich, die Zunge eines Neugeborenen mit Honig zu bestreichen. Bei den Indern darf der göttliche Nektar selbst heute bei keinem Hochzeitsritual fehlen; Braut und Bräutigam werden Milch und Honig dargeboten.

In den USA nennt man die Flitterwochen, die ersten vier Wochen nach der Hochzeit, "Honeymoon". Der Begriff geht auf einen alten europäischen Brauch zurück. Es war damals Sitte, dass ein jungvermähltes Paar während vier Wochen nach der Hochzeit täglich den berauschenden Honigwein trinkt.